CFTC genehmigt Equity Perpetual Futures an regulierten US-Börsen
Die CFTC hat Perpetual Futures auf einzelne US-Aktien freigegeben, wodurch Hebelhandel an heimischen Börsen erstmals möglich wird.
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Das Wichtigste
- Die CFTC hat Perpetual Futures für 58 Kontrakte genehmigt, die 55 US-Aktien und zwei Indexfonds abdecken.
- Der Hebel der neuen Produkte kann bis zu 15,5 % Margin betragen, also etwa das 6‑ bis 10‑fache der Exposition, mit automatischer Liquidation bei starken Kursrückgängen.
- Nur bei der SEC registrierte Börsen, wie Kalshi, dürfen die Kontrakte listen; sie bieten Preisexposure ohne Eigentumsrechte.
Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) gab am Dienstag bekannt, dass sie Equity Perpetual Futures für den Handel an regulierten US-Börsen freigegeben hat, sodass amerikanische Anleger nicht mehr auf Offshore‑Angebote ausweichen müssen. Die Genehmigung gilt für eine Reihe von Kontrakten, die von Kalshi, einer regulierten Börse, eingereicht wurden und zunächst 58 Kontrakte umfassen, die 55 Einzelaktien – darunter Apple, Tesla, Nvidia und Microsoft – sowie zwei indexgebundene Fonds, die den S&P 500 bzw. den Nasdaq‑100 nachbilden, abdecken.
Wie sich Equity Perpetual Futures von traditionellen Futures unterscheiden
Im Gegensatz zu Standard‑Futures, die ein festes Verfallsdatum haben, besitzen Perpetual Futures keinen festgelegten Ablauf und können unbegrenzt gehalten werden, solange die Margin‑Anforderungen erfüllt sind. Eine wiederkehrende Finanzierungszahlung, die stündlich berechnet wird, hält den Kontraktpreis an den zugrunde liegenden Aktienkurs angepasst. Laut dem von Coinbase Derivatives eingereichten Antrag kann die Finanzierungsrate bis zu 0,10 % pro Stunde betragen, wenn der Kontrakt über dem Spot‑Preis gehandelt wird.
Hebel, Margin und Risikokontrollen
Kalshis Design verlangt von Händlern, etwa 15,5 % des Nominalwerts eines Kontrakts als Margin zu hinterlegen, was je nach Produkt etwa einem 6‑ bis 10‑fachen Hebel entspricht. Eine in Washington ansässige Reformgruppe warnte, dass die Kontrakte automatische Liquidationsmechanismen enthalten, die bei steilen Kursrückgängen ausgelöst werden – ein Feature, das sie als „Glücksspiel‑Tool, das sich als legitimes Finanzinstrument ausgibt“ bezeichnete. Better Markets stellte fest, dass Offshore‑Entsprechungen Hebel bis zu 20‑fach bieten, während von der SEC genehmigte Single‑Stock‑ETFs typischerweise auf 2‑fach begrenzt sind.
Regulatorische Begründung und Branchenreaktion
CFTC‑Vorsitzender Michael Selig klassifizierte die Kontrakte als Security Futures, wodurch sie unter gemeinsame Aufsicht der SEC fallen und nur an Börsen gelistet werden dürfen, die ebenfalls bei der SEC registriert sind. Die Genehmigung folgt der Entscheidung der CFTC im Mai, einen Bitcoin‑Perpetual‑Kontrakt auf Kalshi zuzulassen – ein Schritt, den die Behörde als Schutz US‑Investor:innen vor unregulierten Offshore‑Plattformen bezeichnete. Gleichzeitig haben etablierte Akteure wie die CME Group bereits Klagen eingereicht, die die jüngsten kryptobezogenen Genehmigungen der CFTC anfechten, und andere Marktteilnehmer, darunter die Intercontinental Exchange, bereiten die Einführung konkurrierender 24/7‑Futures‑Produkte vor.
Ausblick
Frühe Handelsvolumina werden zeigen, ob die heimische Nachfrage die Aktivität von Offshore‑Plattformen verdrängen kann. Regulierungsbehörden werden Liquidationsereignisse und die Volatilität der Finanzierungsraten genau beobachten, und weitere rechtliche Auseinandersetzungen seitens etablierter Futures‑Börsen könnten den Rollout‑Zeitplan für zusätzliche Equity‑Perpetual‑Kontrakte beeinflussen.

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