Westpac kündigte an, dass ab dem 1. Dezember 2026 die Bank die Menge an australischen Dollar, die ihre Privatkunden an Kryptowährungsbörsen senden können, beschränken wird. Die neue Regel begrenzt Auszahlungen, die die Bank als Börsenüberweisungen identifiziert, auf insgesamt A$10 000 pro Kunde und Monat, und das Limit gilt für alle Westpac‑Konten des Kunden. Die Richtlinie wird als Teil der breiteren Anstrengung der Bank zur Bekämpfung von Betrug eingeführt, nachdem ein nationaler Bericht fast die Hälfte aller Betrugsverluste 2025 auf Krypto‑bezogene Betrugsfälle zurückführte.

Umfang und Funktionsweise des Limits

Laut Westpac‑Website wird die Obergrenze bei Zahlungen über Online‑Banking, die Westpac‑Mobile‑App sowie Debit‑ und Kreditkarten durchgesetzt, wobei die Bank angibt, dass die abgedeckten Produkte sich im Laufe der Zeit ändern können. Kontoinhaber mit gemeinsamen Konten erhalten separate Limits, jeweils A$10 000 pro Monat. Die Bank wird keine öffentliche Liste der überwachten Börsen bereitstellen und wird keine Bargeldüberweisungen in Filialen an Börsen unterstützen, sobald die Richtlinie in Kraft tritt. Erreicht ein Kunde die Obergrenze, können weitere Zahlungen an eine identifizierte Börse abgelehnt werden, bis der nächste Kalendermonat beginnt, und Westpac hat erklärt, dass es keine Ausnahmen gewährt oder das Limit für Einzelpersonen erhöht.

Was unverändert bleibt

Die Beschränkung gilt nur für Auszahlungen; Auszahlungen von Kryptowährungsbörsen zurück in Westpac‑Konten sind nicht betroffen, so die Bank. Kunden werden gebeten, bei ihrer gewählten Börse nach eventuellen Einzahlungsgrenzen zu fragen. Westpac betonte zudem, dass es nicht garantieren kann, dass eine Zahlung, die die A$10 000‑Grenze überschreitet, blockiert wird, aber sie wird solche Zahlungen „angemessen identifizieren“ und das Limit anwenden.

Kontext und Branchenreaktion

Westpacs Schritt folgt einer ähnlichen Richtlinie, die die Commonwealth Bank of Australia 2023 angekündigt hat und ebenfalls ein monatliches Limit von A$10 000 für Krypto‑bezogene Zahlungen setzte. Die Bank verwies auf den National Anti‑Scam Centre Targeting Scams Report 2025, der feststellte, dass 46 % aller gemeldeten Betrugsverluste auf Krypto‑Betrug zurückzuführen sind. Durch die Festlegung einer festen Dollargrenze will Westpac die Menge an schnell bewegbaren Mitteln reduzieren, da Krypto‑Assets nach der Übertragung schwer wiederzuerlangen sind. Die Politik zog die Aufmerksamkeit von Branchenbeobachtern auf sich, wobei The Defiant das neue Limit und Unchained die fehlenden Ausnahmen für Hochvolumenbenutzer hervorhob.

Was als Nächstes zu beobachten ist

Analysten werden beobachten, wie Westpacs Kunden auf die monatliche Obergrenze reagieren, insbesondere aktive Händler, die regelmäßig größere Summen an Börsen überweisen. Zukünftige Updates könnten klären, welche Börsen von der Bank als identifiziert gelten und ob andere australische Finanzinstitute vergleichbare Limits einführen. Darüber hinaus könnten Aufsichtsbehörden breitere Maßnahmen in Erwägung ziehen, falls das Limit sich als unzureichend erweist, um Krypto‑Betrug einzudämmen.