OpenAI hat begonnen, die Erstellung animierter GIFs direkt in ChatGPT zu integrieren – eine Fähigkeit, die von dem noch nicht angekündigten Images 2.6‑Modell angetrieben wird. Laut Decrypt können Nutzer eine Animation in einfachem Englisch beschreiben oder ein Foto hochladen und ChatGPT erzeugt ein schleifenfähiges GIF, inklusive Steuerungen für Wiedergabegeschwindigkeit, Frame‑für‑Frame‑Betrachtung und Bearbeitung. Der Rollout erfolgt inkrementell, sodass das Feature derzeit nur einem Teil der Konten zur Verfügung steht.

Wie der GIF‑Maker funktioniert

Das neue Tool nutzt Images 2.6, die neueste Version von OpenAIs Bildgenerierungs‑Engine, die nach der Veröffentlichung von Images 2.5 im September folgt. Während Images 2.5 Detailtreue und Geschwindigkeit verbesserte, fügt Images 2.6 die Synthese von Bewegung hinzu, indem es eine Bildsequenz erzeugt, die zu einem animierten GIF zusammengefügt wird. In Demonstrationen führte ein einfacher Prompt wie „make a gif of a cat dancing“ zu einer kurzen Animation, die Nutzer über Bildschieber feinjustieren konnten. Die Oberfläche erlaubt zudem die Inspektion einzelner Frames, sodass präzise Anpassungen vor dem Teilen vorgenommen werden können.

Entwickler‑Zugang und API‑Erweiterungen

OpenAI erweitert die Images 2.6‑Funktionen für Entwickler durch zwei neue API‑Modelle: GPT‑Image‑2.6 Flare, optimiert für schnellere Generierung, und GPT‑Image‑2.6 Sunburst, ausgelegt auf höherwertige Ausgaben. Diese APIs stehen sowohl ChatGPT‑ als auch Codex‑Nutzern auf Web‑, Desktop‑ und Mobilplattformen zur Verfügung, wie The Verge in einem von Decrypt zitierten Bericht berichtet. Die Einführung von Motion‑Generation folgt dem im März erfolgten Shutdown von Sora, OpenAIs eigenständiger KI‑Video‑App, und deutet auf eine strategische Verlagerung hin, Animationsfunktionen in bestehende Produkte zu integrieren, anstatt separate Dienste zu betreiben.

Ausblick

OpenAI hat keinen Zeitplan für die universelle Verfügbarkeit veröffentlicht, sodass die Beobachtung des schrittweisen Rollouts entscheidend bleibt. Zukünftige Updates könnten die GIF‑Länge, Auflösung oder komplexere Bewegungen über einfache Schleifen hinaus erweitern. Zudem wird die Performance der Flare‑ und Sunburst‑APIs wahrscheinlich im Vergleich zu Konkurrenzmodellen wie Googles Nano Banana 2 bewertet, wie es bereits bei Images 2.5 geschah. Schließlich wird die breitere Auswirkung auf Content‑Creation‑Workflows und mögliche Integrationen mit anderen OpenAI‑Tools für Entwickler und Kreative von Interesse sein.