Samsung hat angekündigt, dass die Wallet‑App nun Stable‑Coin‑Konten für berechtigte US‑Galaxy‑Nutzer bereitstellt, sodass sie Circle’s USDC auf der Solana‑Blockchain kaufen, halten, senden und empfangen können, ohne eine separate Krypto‑App zu benötigen. Das Feature ging am Donnerstag live, ist auf rund 82 Millionen kompatiblen Geräten verfügbar und auf US‑Residenten ab 18 Jahren beschränkt, New York ausgenommen.

SOL / USD
Quelle: CoinGecko. Kurse sind Richtwerte.

Wie der Service funktioniert

Die Integration wird von Bastion, einem lizenzierten Stable‑Coin‑Custodian, und Coinbase, das als Sub‑Custodian über das Coinbase Prime‑Vault agiert, betrieben. Nutzer können USDC ohne von Samsung erhobene Gebühr an andere Samsung‑Wallet‑Inhaber in den USA oder an externe Krypto‑Wallets übertragen, wobei andere Netzwerke eigene Gebühren erheben können. Bankauszahlungen werden in mehr als 60 Ländern unterstützt, Empfänger erhalten die lokale Währung; die Gebühren variieren je nach Ziel. Kreditkarten‑Aufladungen, auch über Samsung Pay, kosten 4 %, und Auszahlungen auf Bankkonten oder Debitkarten sind ebenfalls gebührenpflichtig. Neue Nutzer, die mindestens 50 $ aufladen, erhalten einen Bonus von 25 USDC.

Strategische Implikationen

Laut Decrypt sieht Samsung den Start als Schritt zur breiten Akzeptanz von Stable‑Coins und nennt Solanas Skalierbarkeit als Schlüsselfaktor. Lily Liu, Präsidentin der Solana Foundation, bemerkte, dass Stable‑Coins die Technologie bewiesen haben, aber bislang keinen Massen‑Vertriebskanal hatten. Woncheol Chai, Leiter des digitalen Wallet‑Teams bei Samsung, fügte hinzu, dass das Unternehmen Galaxy‑Nutzern schnellere, günstigere grenzüberschreitende Transfers ohne traditionelle Krypto‑Tools ermöglichen will.

Ausblick und südkoreanische Perspektiven

Park Hyun‑soo, Managing Director von Samsung Global Research, erklärte in einem Policy‑Seminar, dass ein won‑denominierter Stable‑Coin in die Samsung Wallet aufgenommen werden könnte, sobald südkoreanische Aufsichtsbehörden solche Assets zulassen. Er verwies auf den US‑Service als Modell für internationale Remittances und deutete an, dass Stable‑Coins auch tokenisierte Wertpapiere abwickeln könnten, da Südkorea 2027 groß angelegte Security‑Token‑Angebote plant. Park warnte, dass eine weit verbreitete Nutzung von Stable‑Coins Bankeinlagen belasten, die Geldpolitik beeinflussen und Wettbewerbsbedenken hervorrufen könnte.

Was als Nächstes zu beobachten ist

Beobachter werden regulatorische Entwicklungen in Südkorea verfolgen, die einen won‑gesicherten Stable‑Coin ermöglichen könnten, sowie Samsungs Pläne, Stable‑Coin‑Zahlungen in Online‑ und stationären Einzelhandelsgeschäften zu aktivieren. Weitere Blockchain‑Partner wie Sui könnten integriert werden, um Netzwerkoptionen zu erweitern, und Anpassungen der Gebührenstruktur könnten die Nutzerakzeptanz beeinflussen.