Binance bittet das Arbitrum-DAO um Abstimmung zur Freigabe von 8.426 ETH und 74,56 Millionen ARB nach Hot‑Wallet‑Einbruch
Binance hat das Arbitrum‑DAO gebeten, einen Governance‑Vorschlag zu genehmigen, der über 8.400 ETH und 74 Millionen ARB zurückgeben würde, die nach einem Hot‑Wallet‑Exploit gesperrt wurden, und legt einen mehrstufigen Abstimmungszeitplan dar.
Aus dem Englischen übersetzt. Original lesen
Das Wichtigste
- Binance hat einen formellen Arbitrum‑DAO‑Vorschlag eingereicht, um 8.426 ETH und 74,56 Millionen ARB von einer gesperrten Adresse zu seiner Wiederherstellungs‑Wallet zu transferieren.
- Der Governance‑Prozess wird voraussichtlich etwa sieben Wochen dauern, inklusive Forum‑Diskussion, Temperatur‑Check und On‑Chain‑Abstimmung.
- Binance deckt die Verluste der Nutzer aus seinem SAFU‑Fund und seiner Treasury ab, während rechtliche Entschädigungen nach New‑York‑Recht unterzeichnet werden.
Am 5. November hat Binance einen Vorschlag beim Arbitrum‑DAO eingereicht und die Token‑Inhaber gebeten, die Freigabe von 8.425,997 ETH und 74,56 Millionen ARB zu genehmigen, die nach einem Hot‑Wallet‑Exploit auf dem Arbitrum‑One‑Rollup eingefroren wurden. Die Börse plant, die Vermögenswerte zu einer festgelegten Wiederherstellungsadresse zu transferieren und die Verluste betroffener Nutzer aus ihrem Secure Asset Fund for Users (SAFU) und ihrer Treasury zu decken.
ETH / USD
Hintergrund der Sperrung
Der Security Council von Arbitrum hat die Vermögenswerte am 30. Oktober um 8:08 Uhr Hongkong‑Zeit eingefroren, nachdem Transaktionen entdeckt wurden, die die kompromittierten Mittel in eine temporäre Halteadresse überführten. Der Council hat den Inbox‑Contract des Rollups vorübergehend aktualisiert, um die Vermögenswerte umzuleiten, und anschließend die ursprüngliche Implementierung wiederhergestellt. Laut Offenlegung des Councils waren keine anderen Nutzer‑Funds betroffen.
Governance‑Prozess und Zeitplan
Binances Antrag folgt den verfassungsrechtlichen Governance‑Regeln von Arbitrum, die mindestens 1 Million delegierter ARB für die Einreichung eines Vorschlags und eine mehrstufige Genehmigungssequenz verlangen. Die Börse schätzt etwa 49 Tage für Diskussion, Abstimmung und Ausführung: eine Woche Forum‑Debatte, ein einwöchiger Temperatur‑Check, eine zweiwöchige On‑Chain‑Abstimmung und weitere 18 Tage, bis die Transaktion nach Genehmigung finalisiert ist. Der Vorschlag beantragt keine neue DAO‑Treasury‑Zuweisung, und Binance rechnet nur mit den üblichen Governance‑Kosten.
Rechtliche Sicherheiten und Entschädigung
Bevor die On‑Chain‑Transaktion eingereicht werden kann, muss Binance Entschädigungsvereinbarungen mit der Arbitrum Foundation, Offchain Labs und den Mitgliedern des Security Council unterzeichnen. Die Vereinbarungen unterliegen dem Recht des Bundesstaates New York, wobei etwaige Streitigkeiten vor den Gerichten von New York (Staat oder Bund) zu verhandeln sind. Der Entwurf enthält zudem Bestimmungen, die die Übertragung blockieren, falls eine einstweilige Verfügung oder ein ähnlicher rechtlicher Hinweis erlassen wird; Binance wird die Vermögenswerte jedoch in einer separaten Wiederherstellungsadresse behalten, solange ein Anspruch bestritten wird.
Ausblick
Die nächsten Meilensteine umfassen den Beginn der Forum‑Diskussion, den Snapshot des Temperatur‑Checks und die On‑Chain‑Abstimmungsphase. Beobachter werden prüfen, ob das erforderliche Quorum und die Mehrheit erreicht werden, sowie mögliche rechtliche Herausforderungen, die die Übertragung verzögern könnten. Binance hat zudem eine gestufte Wiedereröffnung von Auszahlungen über mehrere Netzwerke angekündigt, während weiterhin SignalPlus‑bezogene API‑Schlüssel nach einem gemeldeten Sicherheitsvorfall entfernt werden.

Diskussion 0